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Eltern entlasten – Erzieher_innen unterstützen

Rajko Kravanja (SPD): Erstattung von Kita-Beiträgen ist richtig – Verständnis für streikende Erzieherinnen und Erzieher

SPD-Bürgermeisterkandidat Rajko Kravanja unterstützt die Entscheidung, die Elternbeiträge für die Kindertagesstätten während des Streiks zu erstatten. „Damit machen wir in Castrop-Rauxel deutlich, dass wir familienfreundlich sind. Kinder sollen eine gute Betreuung erhalten und Familie und Beruf muss miteinander vereinbar sein. In der Phase des Streiks wollen wir den Eltern zumindest finanziell entgegenkommen“, so Rajko Kravanja.

Ermöglicht wurde die Entscheidung der Stadt durch die Erlaubnis des Landes, die Elternbeiträge in Städten mit einem genehmigten Haushalt zurückzuzahlen. „Unsere Bemühungen in den letzten Jahren, den städtischen Haushalt zu sanieren, haben sich gelohnt. Dadurch können wir nun diese freiwillige Leistung machen“, so Kravanja.

Gewachsenen Ansprüchen muss Rechnung getragen werden

Zugleich zeigt die SPD Verständnis für die streikenden Erzieherinnen und Erzieher. Die Anforderungen steigen immer weiter. Der Bedarf an Betreuungsplätzen für unter 3-Jährige nimmt weiter zu. Die Kinder sollen nicht nur spielen und basteln, sondern auch noch mit Wissen und gesundem Essen versorgt werden. Hinzu kommt die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Handicap. „Deshalb fordern die Erzieherinnen und Erzieher völlig zu Recht, dass sich die Anerkennung und Wertschätzung für ihre Tätigkeit mit immer wieder neuen und zusätzlichen Aufgaben auch im Gehalt widerspiegelt“, bekundet Rajko Kravanja seine Solidarität.

Fahrräder, Kita-Neubau und ein spannender Sommer

Fahrräder in der Fußgängerzone, die neu gestaltete Lange Straße, Zoff um den Kita-Neubau in Henrichenburg, der Streik der Erzieherinnen in den städtischen Einrichtungen: Über diese und andere aktuelle Themem, die Castrop-Rauxel bewegen, haben wir mit Rajko Kravanja gesprochen.

Er möchte am 13. September neuer Bürgermeister unserer Stadt werden. Ist zurzeit Vorsitzender der SPD in unserer Stadt.

Frage: In den Leserbriefspalten der Zeitung wird grad diskutiert, ob die CDU sich in ihrem Lob für die Lange Straße mit fremden Federn schmückt, weil sie gegen mehr Geld für das Projekt in Habinghorst gestimmt hat. Ist das nicht kleinkariert?

Rajko Kravanja: Hier ist es mir wichtig, wie das Votum der CDU einzuordnen ist. In der Tat hat die Castroper CDU zunächst allgemein dafür gestimmt, Habinghorst durch ein Landesförderprogramm aufzuwerten. Als es dann aber konkret wurde und man klar Stellung beziehen musste, wieviel einem eine zukunftsorientierte Sanierung eines Stadtteils wert ist, hat die CDU sich geweigert Verantwortung zu übernehmen und gesagt, dass ihr Habinghorst das Geld nicht wert ist.
Wenn die CDU sich nun im Bürgermeisterwahlkampf also hinstellt und das Erfolgsprojekt „Soziale Stadt Habinghorst“ lobt, müsste sie ehrlicherweise hinzufügen: „Es ist ein Erfolg, uns war es das Geld aber nicht wert.“

Frage: Etwas weiter südlich, in der anderen Fußgängerzone (Altstadt), tobt gerade ein Streit um die probeweise Öffnung für Fahrräder. Für ein halbes Jahr wird das jetzt ausprobiert. Was sagen Sie dazu?

Rajko Kravanja: Wir probieren jetzt für ein halbes Jahr aus, ob das Miteinander von Radfahrern und Fußgängern in der Altstadt funktioniert. Beispiele aus anderen Städten zeigen übrigens, dass es dort funktioniert, wieso also nicht bei uns? Mein Motto setzt auf das ZusammenLeben – und hier können wir zeigen, dass das in der Praxis funktioniert. Ich weiß, dass etwas Neues erstmal zu Abwehrreaktionen führt, aber auch in Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern wurde deutlich, dass es auch viele Fürsprecher gibt. Warten wir also den Probeversuch ab und schüren nicht wie andere Ängste.

Frage: Aber diese Ängste sind ja offenbar vorhanden…

Rajko Kravanja: Aus den ersten Wochen des Versuchs sind mir keine Schwierigkeiten bekannt. Nach wie vor scheinen die Radler sich vernünftig und rücksichtsvoll zu verhalten. Ich rate da zu ein bisschen mehr Gelassenheit und weniger Schaum vorm Mund. Zudem geht es nicht darum, dass man durch eine volle Innenstadt mit Höchstgeschwindigkeit durchfährt, sondern darum, dass man in den Randzeiten bei weniger Fußgängern mit Schrittgeschwindigkeit durchfahren kann.

Frage: Schauen wir nach Henrichenburg. Dort soll auf einem ehemaligen Friedhofsgelände ein Neubau der AWO-Kindertagesstätte entstehen. Es regt sich Widerstand. Warum ausgerechnet auf diesem Gelände?

Rajko Kravanja: Grundlegend für die Wahl des Standorts war eine Lage westlich der B235, da wir es den Kindern dieser Region ersparen wollen, auf dem Weg zum Kindergarten die vielbefahrene Bundesstraße kreuzen zu müssen. Unter diesen Voraussetzungen ist das beschriebene Gelände das Geeignetste.
Natürlich ist die Vergangenheit des Grundstücks zu beachten – und so wurde die Diskussion, ob ein ehemaliger Friedhof in dieser Form genutzt werden sollte, auch in unseren Beratungen geführt.
Wir als SPD-Fraktion kamen zu dem Schluss, dass die Frage mit JA! zu beantworten ist. Vor allem, weil die katholische Kirche als Träger des ehemaligen Friedhofs keinerlei Bedenken in rechtlichen und Piätetsfragen hat. So haben wir uns dazu entschieden, eine zukunftsorientierte Nutzung der Fläche zu befürworten.

Frage: Unterdessen fragen sich viele Eltern von Kindern in städtischen Kitas, wie sie ihre Kinder betreuen sollen, während die Erzieherinnen streiken. 40 Notplätze sind deutlich zu wenig. Was sagen Sie diesen Eltern?

Rajko Kravanja: Ich kann die Probleme der Eltern voll und ganz nachvollziehen. Kitas sind ein elementarer Baustein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wenn dieser Baustein nun während eines Streiks über Tage hinweg fehlt, ist das ein echtes Problem für junge Familien.
Trotzdem plädiere ich auch für Verständnis für die Erzieherinnen und Erzieher.
Kinder und Eltern erwarten zurecht eine optimale Betreuung in Kitas. Dafür haben die Erzieherinnen und Erzieher aber auch eine gerechte Bezahlung verdient. Ich hoffe, dass Eltern, Kinder und Erzieher_innen die Zeit des Streiks gemeinsam gut meistern und am Ende ein Ergebnis steht, von dem alle profitieren.
Zudem ist es auch eine Frage der Kommunen. Es kann nicht sein, dass auf der Bundesebene durch Steuergelder ein Überschuss nach dem anderen eingefahren wird und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in den Städten das wieder ausbaden müssen, weil wir kein Geld für unsere Straßen haben. Daher müssen auch der Bund und das Land für den benötigten Tarif Verantwortung übernehmen und uns helfen.

Frage: Sie haben die erste Monate Ihrer Wahlkampagne nun hinter sich. Mit Besuchen zu Kaffee und Kuchen, mit Infoständen, Blumenverteilaktion zum Muttertag, einem Praktikum in der Seniorenpflege und vielen anderen Terminen. Was nehmen Sie aus diesen vielen Begegnungen schon mit?

Rajko Kravanja: Die letzten Monate haben mir wieder einmal sehr deutlich gemacht, wie bunt, wie freundlich und wie offen die Menschen in Castrop sind.
Egal ob bei meinen Kaffeebesuchen oder am Infostand: Die Menschen kommen mit ihren Fragen, Wünschen und Anregungen auf mich zu und geben mir auch Tipps.
Wenn ich das so erlebe, bin ich aus tiefstem Herzen überzeugt von Castrop-Rauxel und hoffe, dass ich durch mein Wirken als Bürgermeister jeden Einzelnen von unserer Stadt und ihren Einwohnern überzeugen kann.

Frage: Mit welchen Erwartungen begegnen Ihnen die Menschen in Castrop-Rauxel, auf die Sie treffen?

Rajko Kravanja: Die Menschen begegnen mir zunächst sehr offen. Auch wenn ich durch mein langjähriges Engagement in der Politik vor Ort für die allermeisten kein unbekanntes Gesicht mehr bin, so bin ich nun doch in einer neuen Rolle.
Es ist klar, dass man mit mir einen Generationswechsel an der Spitze der Stadtverwaltung wählen würde.
Und so möchten die meisten einfach erfahren, was „der Jung von Nebenan“ für Vorstellungen von einem Castrop der Zukunft hat.

Frage: Wie wird der Sommer?

Mein Sommer wird vermutlich sehr ereignisreich, sowohl politisch als auch privat.
Schon bei meiner Nominierung als Bürgermeisterkandidat der SPD habe ich versprochen, bis zur Wahl 5000 Castroper Haushalte besuchen zu wollen. Ich bin auf einem guten Weg dahin, werde aber in den Sommermonaten noch vor so manch einer Haustür stehen und gespannt sein, was mich auf der anderen Seite der Tür erwartet.
Darüber hinaus möchte ich aber auch auf den Straßen Castrop-Rauxels mit den Menschen in Kontakt kommen. Hierfür bietet sich die warme Jahreszeit ideal an.
Aber auch privat steht großes an. Im Juli werde ich heiraten – und ich hoffe, dass auch meine Verlobte „JA!“ zu mir und dem Namen Kravanja sagt.

Rajko Kravanja, vielen Dank für das offene Gespräch!

Wir machen uns stark für die diabeteskranke Feodora

Der Fall der fünfjährigen Feodora, die aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr ihren regulären Kindergarten besuchen kann, zeigt, wie komplex der Prozess der Inklusion sein kann (der WDR berichtete).

Die Landtagsabgeordnete Eva Steininger-Bludau und der Bürgermeisterkandidat Rajko Kravanja sowie Bürgermeister Beisenherz wollen sich mit der jetzigen Situation nicht zufrieden geben und setzen sich bereits auf Landesebene für die Familie ein.

Örtliche Strukturen schaffen

Diabetes ist mittlerweile eine Volkskrankheit und betrifft immer häufiger auch sehr junge Kinder. Vor diesem Hintergrund müssen örtliche Strukturen geschaffen werden, die eine Inklusion dieser Kinder in den Kindergarten ermöglicht.

Da der Aufbau dieser Strukturen für eine Kommune nicht einfach ist und die Zuständigkeitsbereiche sehr komplex sind, haben Steininger-Bludau und Kravanja nun den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit ins Boot geholt.

LWL will Eltern und Jugendamt an einen Tisch holen

Von dort aus bemüht man sich nun, die Wogen zu glätten und bei der Lösung des Problems zu helfen. Es werden sowohl die betroffenen Eltern kontaktiert und beraten, als auch das örtliche Jugendamt mit einbezogen.

„Wir sind uns sicher, eine für alle tragbare Lösung zu finden“, so Steininger-Bludau und Kravanja übereinstimmend.