Bestattungen als Kultur betrachten

Am Donnerstag den 05.03.2015 lud die SPD-Fraktion zum Bürgerforum „Zukunft des kommunalen Bestattungswesens ein“.

Als Referenten konnten Andreas Mäsing, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der deutschen Friedhofskultur e.V. und der Landschaftsarchitekt Dr. Martin Venne, der seinen Schwerpunkt in der Friedhofsplanung hat, gewonnen werden.

Friedhöfe bekommen nicht mehr Jeden

Die Fragen rund um Gebührensatzung und Friedhofswesen im Allgemeinen bewegen nicht nur Politik und Verwaltung sondern auch die Bürger_innen unserer Stadt. „Anhand der Fragen der Bürger ließ sich sehr gut erkennen, wie sehr dieses Thema die Menschenbestattung1 bewegt“, erklärt Bürgermeisterkandidat Rajko Kravanja, der die Veranstaltung auch moderierte.

„Die Ideen des Bürgerforums fließen nun mit in unsere Positionsbestimmung ein. So haben wir aus der Diskussion mitgenommen, dass wir auf die veränderte Bestattungskultur mit einem veränderten Angebot und Leistungen reagieren wollen. Hierbei müssen auch die alternativen Bestattungsformen abseits des klassischen Friedhofs mit in die Überlegungen eingebunden werden. Und, gerade die Frage nach einer bezahlbaren Bestattung für alle Bürgerinnen und Bürger ist ein Hauptanliegen der SPD. Es muss auch für den kleinen Geldbeutel eine würdevolle Bestattung möglich sein“, so Rajko Kravanja

Castrops Vorreiterrolle ausbauen

Neben diesen beiden Eckpunten wurde auch noch einmalmal eine sarglose Bestattung für Muslime diskutiert. Es wurde deutlich, dass Castrop-Rauxel durch das muslimische Gräberfeld und eine gemeinschaftlich realisierte Wascheinrichtung ein echter Vorreiter in Fragen der Bestattungskultur ist. Ein weiterer Schritt diese Position auszubauen ist das Ermöglichen einer sarglosen Bestattung.   Hier machten die Experten allen Anwesenden deutlich, dass diese in vielen Städten bereits  praktiziert wird, aber mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Dieser Aspekt muss zusammen mit einigen anderen nun mit den muslimischen Gemeinden der Stadt besprochen werden.

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