Kravanja sucht Dialog mit Bürgern der Aapwiesen

Gestern Vormittag hat die Stadt eine Nachricht erhalten, dass sie kurzfristig 144 Flüchtlinge aufnehmen muss. Gegen Nachmittag wurde der SPD Fraktionsvorsitzender Rajko Kravanja zusammen mit den Vorsitzenden der anderen Parteien vom Bürgermeister über diesen Sachverhalt informiert.

„Als ich von der Situation erfahren habe, war für mich klar, dass ich das Gespräch vor Ort suchen will“, berichtet Kravanja. „Eine derart kurzfristige Belegung einer Turnhalle ist unweigerlich mit Fragen und Bedenken der Anwohner verbunden. Diesen wollte ich mich stellen“.

Für Kravanja ist das direkte Gespräch in derartigen Situationen das effektivste Mittel um einer aufkeimenden Diskussion frühzeitig zu begegnen.
„Ich habe in den abendlichen Stunden viel Aufregung, einen hohen Informationsbedarf aber vor allem auch viel Verständnis für die Situation der Flüchtlinge erfahren dürfen. Wichtig war es mir noch einmal deutlich zu machen, dass auch die Verwaltung und wir als Politik erst heute unmittelbar bevor die Flüchtlinge eingetroffen sind von der Situation erfahren haben, sonst hätten wir eher informiert. Das ist selbstverständlich“, erklärt Kravanja. Schon bei diesen ersten Gesprächen vor Ort zeigte sich wie wichtig der Dialog ist.

Die Bürger interessierten sich vor allem dafür wer kommt, wie lange die Flüchtlinge bleiben und was geschieht, wenn der Schulbetrieb nach den Ferien wieder anläuft. All diese Fragen konnten in ruhigen und sachlichen Gesprächen beantwortet werden.

Kravanja auch weiterhin vor Ort 

Um auch weiterhin mit den Bürgern der Aapwiesen im Dialog zu bleiben, wird Rajko Kravanja am morgigen Donnerstag, 23.07.2015 ab 19Uhr mit seiner roten Bank für Fragen und Anliegen am Parkplatz der ehemaligen Grundschule an der Marienburger Straße bereitstehen.

Turnhallen nur eine absolute Übergangslösung

„Ich finde es beeindruckend wie schnell und effizient das THW, die Malteser, die Feuerwehr, das DRK, der Polizei und die Kollegen der Verwaltung hier tätig geworden sind. Dafür gilt ihnen ein besonderer Dank“, betont Kravanja.
Wichtig ist Kravanja aber, dass die Unterbringung in einer Turnhalle für ihn nur die absolute Not- und Überganslösung sein kann und nur der außergewöhnlichen Situation geschuldet ist. „Eine offene Unterbringung in Turnhallen halte ich für einen längeren Zeitraum für unmenschlich“, sagte Kravanja.

Kravanja der selbst in den Aapwiesen lebt hofft darauf, dass sich noch viele Ickerner so offen zeigen wie einige Kinder und Jugendliche, die direkt nach der Möglichkeit des gemeinsamen Spielens und des eventuellen Hilfeleistens fragten. „In den ersten Stunden standen die Fragen von „Schlafen, Essen und Hygiene im Vordergrund“. Auch mit Blick auf die Refugee-Gruppe bin ich sicher, dass wir in den nächsten Tagen noch viel Hilfe leisten können“, sagte der SPD Politiker.

Für die nächsten Tage ist es wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger in den Aapwiesen auch Informationen bekommen. Daher begrüßt er die Ankündigung der Stadt ein Informationsblatt in die Briefkästen zu werfen und an zentralen Stellen im Ortsteil auszulegen.

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