Staatsministerin zu Gast in Castrop-RauxeI

Rajko Kravanja (SPD): Die doppelte Staatsbürgerschaft muss grundsätzlich möglich sein.

Aydan Özoguz (SPD), Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, kommt für eine Podiumsdiskussion nach Castrop-Rauxel.

Donnerstag, 06.08.2015 – 19:00 Uhr, Ickerner Moscheegemeinde Ayasofya, Vinckestraße 114.

Thema des Abends ist die doppelte Staatsbürgerschaft. Moderiert wird die Veranstaltung von SPD-Bürgermeisterkandidat Rajko Kravanja. Mit ihm diskutieren wird neben Aydan Özoguz auch Kubilay Corbaci, Vorstandsmitglied von der Ditib-Gemeinde auf Schwerin. Alle interessierten Castrop-Rauxeler sind herzlich eingeladen.

Die große Koalition hatte auf Initiative der SPD im letzten Jahr beschlossen, die sogenannte Optionspflicht abzuschaffen. Sie zwang in Deutschland geborene junge Menschen ausländischer Eltern, sich für eine Staatsangehörigkeit zu entscheiden.

„Die doppelte Staatsbürgerschaft muss grundsätzlich möglich sein. Es ist eine Bereicherung und kein Hemmschuh für Integration. Warum sollte man sich zwischen zwei Staatsangehörigkeiten entscheiden? Man entscheidet sich ja auch nicht zwischen Mutter und Vater“, so Rajko Kravanja, der selbst zwei Pässe besitzt – den Deutschen und einen Slowenischen. Der in Castrop-Rauxel Geborene hat eine deutsche Mutter mit Ickerner Wurzeln und einen aus Slowenien stammenden Vater, der in den 1950er Jahren nach Deutschland gekommen ist.

Wie sich die Gesetzesänderung in der Praxis bislang ausgewirkt hat, wo es noch Gesetzeslücken gibt und welche weiteren Schritte für gelungene Integration, z. B. das kommunale Wahlrecht für Nicht-EU-Bürger, erforderlich sind, sollen an dem Abend diskutiert werden. Für das leibliche Wohl wird die Moscheegemeinde sorgen und türkische Spezialitäten anbieten.

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